Kahl - SVF I (OZ)

Kahl - SVF I (OZ)

04.09.2006 Kahl - SVF I (OZ)

Eisele und Molden knacken die Bänke des SRV (jün) "Das ist wirklich ein Saisonauftakt nach Maß. Auswärts bei einem Mitfavorit zu gewinnen, macht die Sache natürlich umso schöner", freute sich Markus Schröder, Trainer des SV Fahrenbach, über den dritten Sieg im dritten Kampf der Hessenliga-Ringer beim SRV Kahl. Dank des 20:16-Erfolges verteidigte die erste Mannschaft die Tabellenführung. "Die Gastgeber haben uns mit ihrer Aufstellung in der einen oder anderen Gewichtsklasse etwas überrascht, doch die entscheidenden Kämpfe gingen zu unseren Gunsten aus", meinte Schröder den Punktsieg von Markus Molden, der mit Thomas Koob die erste Kahler Bank knackte, vor allem aber den nicht erwarteten 3:2-Erfolg von Youngster Pascal Eisele gegen den Spitzenringer Markus Fisch. Schröder selbst ging erstmals nach einjähriger Pause auf die Matte. In der vorgezogenen Gewichtsklasse bis 74-kg-A gewann er nach drei Runden mit 3:0, ärgerte sich aber über eine Unaufmerksamkeit im zweiten Durchgang, die ihn um den möglichen vier Punkte durch technische Überlegenheit brachten (6:0/2:2/5:0). Eine starke Vorstellung lieferte dann sein Sohn Simon in der 50-kg-Klasse. Gegen den starken Polen Adam Jakubisiak gab er das Heft zu keiner Zeit aus der Hand und holte dank technischer Überlegenheit nach drei Runden die volle Punktzahl (6:0/6:0/9:2). Mit Thomas Koob im Schwergewicht hatten die Fahrenbacher nicht gerechnet, doch Markus Molden zeigte sich davon unbeeindruckt. Zwar musste er die erste Runde abgeben, doch danach stellte er sich auf seinen Gegner bestens ein und zog seine Linie konsequent durch. Nach vier Durchgängen durfte er einen eminent wichtigen 3:1-Punktsieg feiern (1:1/3:0/3:0/3:0). Und Pascal Eisele (55 kg) setzte im Kampf des Tages noch einen drauf. Gegen den Ausnahmeringer Markus Fisch sah es zwar zunächst nach einer Niederlage aus, da er die ersten beiden Runden abgeben musste, doch der deutsche Vize-Jugendmeister wendete das Blatt und holte zum Entsetzen der Gastgeber einen 3:2-Punktsieg (4:5/1:3/3:1/3:1/3:1). Als dann auch noch Martin Arnold im Halbschwergewicht Andrej Reusing klar beherrschte und einen ungefährdeten 3:0-Punktsieg (5:0/1:0/2:0) einfuhr, war zur Pause schon die Vorentscheidung gefallen, da die Fahrenbacher fast uneinholbar mit 16:0 Punkten in Front lagen. In der 60-kg-Klasse gab es die ersten Zähler für Kahl. Gegen den grippegeschwächten Torsten Bachert hatte Eric Chalupka nur in der zweiten Runde Probleme (9:1/7:6/5:0). Frank Münzenberger besorgte schließlich die Entscheidung zugunsten der Gäste. In der Gewichtsklasse bis 84 kg nahm er Marius Finkenwirth auseinander und holte nach drei technisch überlegenen Durchgängen einen "Vierer" (6:0/7:0/8:0). Zwar ärgerte sich Oliver Flecchia (66-kg-A) selbst etwas über die 0:3-Punktniederlage, doch mit Sebastian Knecht stand ihm ein starker Gegner gegenüber, dem der Fahrenbacher im zweiten Durchgang fast noch einen Zähler abgenommen hätte (8:6/1:1/6:0). Mit einer Niederlage hatte Schröder auch in der Kategorie 74-kg-B gerechnet, denn hier boten die Gäste mit Christian Schwab einen Hochkaräter auf. "Mit war es wichtig, dass wir in dieser ebenso wie in der 66-kg-A-Klasse nicht die volle Punktzahl abgeben", so der Fahrenbacher Trainer. Diese Vorgabe erfüllte Michael Haas, der die Niederlage mit 0:3 Punkten in den geforderten Grenzen hielt. Keine Chance hatte Timo Groß (66-kg-B) gegen Michael Schurr, einem weiteren Leistungsträger der Gastgeber. Gegen den übermächtigen Gegner musste er in der zweiten Runde aufgrund einer Verletzung passen, der Sieg bedeutete aber nur noch Ergebniskosmetik für den SRV. Trotz des hervorragenden Saisonauftakts trat Schröder die Euphoriebremse. "Die Liga ist dieses Jahr derart ausgeglichen, da kann aus der oberen Tabellenhälfte jeder jede schlagen", warnte er davor, einen Gegner wie Wasserlos, wo die Fahrenbacher am nächsten Samstag antreten müssen, zu unterschätzen. Und danach kommt mit dem AC Goldbach II der Topfavorit ins Weschnitztal. Quelle: OZ




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